Die Werksbezeichnung des neuen bajuwarischen Flaggschiffs erinnert eher an einen Kampfjet, denn an einen Neuwagen der oberen Mittelklasse: F10. Der BMW 5er F10 löste im März 2010 den zur Markteinführung 2003 kontrovers diskutierten E60 ab. Damals gab es etliche Anlässe zur Diskussion: Das Design sei zu eckig und kantig, die ganze Kiste zu klobig. Das damals neu eingeführte iDrive war monatelang Opfer unendlicher Presse- und Tester-Schelten. Und heute? Jedes Oberklasse-Fahrzeug, das etwas auf sich hält, nutzt ein iDrive-ähnliches Multimedia-Steuerungselement, über welches nahezu alle gefühlten 35.000 Funktionen des Neuwagens bedient, verändert, geupdated und modifiziert werden können. Und nachdem BMW sein System mehrmals überarbeitete, verstummten Kritik und Nörgeleien fast vollständig.
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Doch, wie schaut es mit dem neuen 5er aus? Das Design, es kommt weniger kontrovers daher, als noch beim Vorgänger. Die Ecken wurden behutsam abgeschliffen, und doch behielt der F10 seine eigenwillige Linie, die noch immer von harten Kanten bestimmt wird. Diese werden allerdings fast zärtlich entschärft; eine abgelutschte Ecke hier, eine gefräste Kante da. Man möchte fast behaupten, die Designer von BMW hätten ein kleines Modell des E60 über sieben Jahre in einen kleinen Bergbach gestellt und der Natur ihren Lauf gelassen. Das Wasser schliff Überschüssiges ab, machte die Karosse luftschnittiger und stromlinienförmiger. Das sieht nicht nur gut aus, das verringert auch den cw-Wert; zumindest in der Theorie. Denn der beträgt beim 5er nach wie vor 0,28.

Der neue 5er F10 von BMW
Wie dem auch sei, cw-Wert hin oder her; er sieht besser aus als der E60, auch wenn sich BMW bemühte, das Aussehen seines wichtigsten Modells mit einem Facelift dezent zu entschärfen. Das ist nun Geschichte und wir freuen uns auf BMW-typische Tugenden: mehr Leistung, ein fahraktives, Freude bringendes Fahrwerk, und das Ganze bei geringerem Verbrauch. Bei knapp unter 40.000,- € beginnt die Basisversion des 5ers, dem neuen 520d. Dieser kommt mit seinem 2.0-Liter-Diesel auf 184 PS und einem Verbrauch von nur 4,9 Litern Diesel – laut Werksangabe. Auch kann sich die Serienausstattung sehen lassen, diese ist nahezu vollständig. Mit dem Innovationspaket – beinhaltet das adaptive Kurvenlicht, das Head-Up-Display, Xenon-Scheinwerfer und andere Kleinigkeiten – sowie dem Navigationssystem kommt man an die 46.000,- €. Mehr ist natürlich immer drin. Den kleinsten Motor bekommen wir mit der entsprechenden Ausstattungsliste auch locker auf 75.000,- €.







